Unfallversicherung/UVG PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 30. Oktober 2009 um 16:11 Uhr

Unfallversicherung und Krankenversicherung


1. Unfallversicherung UVG   Betriebsunfallversicherung BU   Nichtbetriebsunfallversicherung NBU 



Einzelfirma freiwillig. Angestellte obligatorisch. Ansatz je nach Branche. Bestimmte Branchen (z.B. Baugewerbe, Industrie und Reinigungsdienstleistungen) müssen bei der SUVA versichert werden!

Obligatorisch zu versichern sind alle Arbeitnehmende, einschliesslich Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter, Lernende, Praktikantinnen und Praktikanten, Volontärinnen und Volontäre sowie in Lehr- und Invalidenwerkstätten tätige Personen. Obligatorisch versichert sind auch Personen, die zur Abklärung der Berufswahl bei einem Arbeitgebenden tätig sind (Schnupperlehre), für die Dauer dieser Tätigkeit.

Nicht obligatorisch zu versichern sind namentlich: Mitarbeitende Familienmitglieder die keinen Barlohn beziehen. In der Schweiz wohnhafte Selbständigerwerbende und ihre Familienmitglieder. Mitglieder von Verwaltungsräten die nicht im Betrieb tätig sind. Wenn der Lohn tiefer als CHF 2.300.-- / Jahr ist.

Nebst Lohnersatz (Unfalltaggeld) nach Ablauf der Lohnzahlungspflicht des Arbeitgebers, deckt diese Versicherung die Heilungskosten (allgemeine Abteilung) bis zur Herstellung der vollen Arbeitsfähigkeit oder den Übertritt in die staatliche Invalidenversicherung.

Das gesetzliche maximal versicherbare UVG-Jahreseinkommen beträgt CHF 126.000. Höhere Bedürfnisse müssen mit einer rein privaten Versicherung abgedeckt werden.

Die Arbeitgeber tragen die Prämien für die obligatorische Versicherung der Berufsunfälle (BU) die je nach Versicherung im Bereich von 2 % sind. Die Arbeitnehmer tragen die Prämien für Nichtberufsunfälle (NBU)
die im Bereich ab 2 % sind. Abweichende Regelungen zugunsten der Arbeitnehmer und zu Lasten Arbeitgeber sind jedoch erlaubt.

Je nach Branche besteht die Pflicht die Unfallversicherungen BU/NBU bei der Suva abzuschliessen (Gesetz)!

Unfall-Abredeversicherung. Wer seine Arbeitsstelle verlässt, bleibt noch 30 Tage lang gegen Nichtberufsunfälle versichert. Dann endet der Versicherungsschutz über den Betrieb. Reiselustige sollten deshalb die Nichtberufsunfallversicherung verlängern. Dies ist mit der sogenannten Abredeversicherung für höchstens sechs Monate möglich. Wer eine solche abschliesst, ist zu den gleichen Konditionen versichert wie "normale" Angestellte: Sie haben dieselben Versicherungsleistungen zugute wie Angestellte, die in ihrer Freizeit einen Unfall haben. Das heisst, Versicherte haben Anspruch auf Heilbehandlung, Taggeld (Lohnausfall), Invalidenrenten sowie Hinterlassenenrenten. Voraussetzung ist, dass man vor Abschluss der Abredeversicherung am Arbeitsplatz auch gegen Nichtberufsunfälle versichert war. Dies ist bei allen Angestellten der Fall, die pro Woche mehr als acht Stunden bei einem Arbeitgeber gearbeitet haben. Eine Abredeversicherung ist allen zu empfehlen, die einen Stellenwechsel für einen unbezahlten Urlaub nutzen. Hingegen müssen Arbeitslose keine Abredeversicherung abschliessen. Denn Arbeitslose mit Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung sind automatisch bei der Suva gegen Unfälle versichert. Der Abschluss einer Abredeversicherung ist einfach: Die Abredeversicherung muss bei der UVG-Versicherung Ihres Arbeitgebers abgeschlossen werden. Bei der SUVA erhalten Sie einen Einzahlungsschein bei Ihrer Agentur unter 0848 820 820. Die Prämie kostet 25 Franken für jeden angebrochenen Kalendermonat. Zahlen Sie den Betrag für die gewünschte Anzahl Monate (maximal 6) ein. Die Prämie muss vor Ablauf der 30-tägigen Frist einbezahlt sein.

Nichterwerbstätige können sich bei der Krankenkasse für die Unfallheilungskosten versichern.

Die Prämie für die BU ist nach Gefahrenklassen abgestuft.
Die Prämie für die NBU ist nach der Berufstätigkeit abgestuft. Pflicht besteht erst ab 8 Arbeitsstunden pro Woche!
Basis für die Prämienberechnung ist die AHV-pflichtige Lohnsumme.

Lohnlimite: Maximal versicherbarer UVG-Lohn CHF 126.000.--/Jahr, ab 01.01.16 CHF 148.200.
Maximales Taggeld:   80 % vom versicherten Bruttolohn.
Ergänzende Versicherung für höhere Löhne ist möglich.

 

2. Individuelle Prämienverbilligung (IPV) -  Krankenkassen (KVG)


Personen mit Anspruch auf Prämienverbilligung für die obligatorische Krankenversicherung

Die berechtigten Personen werden automatisch durch die Wohngemeinden erfasst. Sie erhalten von der zuständigen Ausgleichskasse einen persönlichen Antrag, mit dem die Überweisung der IPV 2012 an den Krankenversicherer geltend gemacht werden kann. Der Antrag muss innert 2 Monaten unterschrieben und mit den allenfalls notwendigen Angaben und Unterlagen zurückgeschickt werden.

Elektronisch ermittelt werden Personen, die am 1. Januar 2011 Wohnsitz im Kanton hatten und deren satzbestimmendes steuerbares Gesamteinkommen und Gesamtvermögen innerhalb der unter Punkt 13 aufgeführten Höchstgrenzen liegen.

Die Höhe der IPV 2012 richtet sich nach den persönlichen Verhältnissen am Stichtag 1. Januar 2011 unter Berücksichtigung der dem Steueramt am 1. Januar 2011 zuletzt bekannten definitiven Steuerfaktoren (entspricht in der Regel dem Einkommen und Vermögen aus dem Jahr 2009).

Personen, die ihren zivilrechtlichen Wohnsitz nach dem 1. Januar 2011 in den Kanton verlegen, können im Auszahlungsjahr (2012) bei der Gemeinde Antrag auf Prämienverbilligung 2012 stellen. Massgebend für die IPV-Berechtigung sind die ersten Steuerfaktoren.

Anspruchsberechtigte Personen der Jahrgänge 1987 bis 1993, die sich in einer Erstausbildung befinden, erhalten bei Vorlage eines Ausbildungsnachweises eine IPV in Höhe der halben regionalen Durchschnittsprämie. Junge Erwachsene bis zum 25. Altersjahr, die Anspruch auf eine IPV haben und sich nicht in einer Erstausbildung befinden, erhalten eine IPV für Kinder/junge Erwachsene zugesprochen.

Personen ab Jahrgang 1993: Bis die persönlichen definitiven Steuerfaktoren Vorliegen, erhalten Personen ab Jahrgang 1993 eine IPV zugesprochen, bei der als Berechnungsgrundlage ein Einkommen und Vermögen von 0 CHF angenommen wird.

Im Jahr 2012 geborene Kinder: Für Neugeborene, deren Eltern anspruchsberechtigt sind, wird die IPV in der Regel erstmals im Jahr 2013 ausbezahlt. Wird durch die gesetzliche Vertretung bei der Gemeinde speziell Antrag gestellt, kann für die im Jahr 2012 geborenen Kinder die anteilmässige IPV bereits ab dem der Geburt folgenden Monat beansprucht werden.


Personen mit Ergänzungsleistungen oder Beihilfen zur AHV/IV

Bei Personen, die Ergänzungsleistungen oder Beihilfen zur AHV/IV beziehen, wird die Vergütung der regionalen Durchschnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung direkt über diese Leistungen abgerechnet.


Kein Anspruch auf Prämienverbilligung

Keine Prämienverbilligung erhält, wer erst nach dem 1. Januar 2017 Wohnsitz im Kanton nimmt,

- nach dem 1. Januar 2016 den Wohnsitz in einen Fremdkanton verlegt. Erkundigen Sie sich über den  Anspruch bei der neuen Wohngemeinde,

- von der Versicherungspflicht befreit ist.


Veränderte Verhältnisse

Änderung der persönlichen Verhältnisse:

- Bei Änderung des Zivilstands kann nachträglich bei der Gemeinde ein Antrag auf eine IPV gestellt werden, wenn die ersten Steuerfaktoren nach Eintritt des Ereignisses innerhalb der Berechtigungsgrenzen liegen. In diesen Fällen wird die IPV anteilmässig ab Folgemonat des Ereignisses ausbezahlt.

Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse:

- Weicht im Auszahlungsjahr (2012) das steuerbare Gesamteinkommen (massgebend sind die Faktoren aus der Steuererklärung 2011) von den am Stichtag ermittelten Steuerfaktoren ab und liegt das satzbestimmende steuerbare Gesamteinkommen und Gesamtvermögen innerhalb der Berechtigungsgrenze, kann bei der Gemeinde ein Gesuch um Ausrichtung einer IPV eingereicht werden.


Auszahlung der Prämienverbilligung

Die IPV wird ab Januar 2012 in der Regel mit den Prämien Ihres Krankenversicherers verrechnet. Über die Höhe des zugesprochenen Betrages informiert die zuständige Ausgleichskasse die Berechtigten.

 

Einkommens- und Vermögensgrenzen für die Prämienverbilligung 2012 im Kt. Zürich

Der Regierungsrat bestimmte die Höhe der Prämienverbilligung 2012 im Herbst 2011, als die Krankenkassen-Prämien für das Jahr 2012 bekannt wurden. Die Ausgleichskasse informiert die anspruchsberechtigten Personenschriftlich über den Betrag. Bisher stehen erst die Einkommens- und Vermögensgrenzen fest. Ehepaare bzw. eingetragene Partner, Familien und Einzelpersonen haben Anspruch auf Prämienverbilligung, wenn ihre am 1. Januar 2011 bekannten neuesten definitiven Steuerfaktoren innerhalb der folgenden Grenzen liegen.

Verheiratete bzw. eingetragene Partner und Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern

(satzbestimmendes steuerbares Gesamtvermögen nicht höher als CHF 300.000)

steuerbares Gesamteinkommen                oder Quellensteuer              Präminenverbilligung erhalten

0 - 47.500                                                          0 - 3.337                              Eltern und Kinder

47.600 - 61.000                                            3.338 - 5.554                       nur die minderjährigen Kinder

 

Verheiratete bzw. eingetragene Partner ohne Kinder

steuerbares Gesamteinkommen                oder Quellensteuer

0 - 47.500                                                          0 - 3.337                               beide Partner

 

Einzelpersonen

(satzbestimmendes steuerbares Gesamtvermögen nicht höher als CHF 150.000)

steuerbares Gesamteinkommen                oder Quellensteuer

0 - 37.200                                                          0 - 3.161                               Einzelperson


Ihr Treuhändbüro: Treuhand Service Zürich

www.treuhand-service-zh.ch

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 02. Juni 2017 um 14:05 Uhr
 
 
 
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