Arbeitslosenversicherung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 30. Oktober 2009 um 13:10 Uhr



Arbeitslosenversicherung ALV                                                                                                                    

Arbeitslosenkasse ALK


Rechtsgrundlage: Artikel 8 - 30 AVIG (Arbeitslosenversicherungsgesetz und Art. 3 - 45 Arbeitslosenversicherungsverordnung).


Basis für die ALV-Prämienberechnung ist die AHV-pflichtige Lohnsumme.
Der Beitragssatz von 1,1 % gilt für ein Jahreseinkommen bis CHF 148.200.-- Für den Lohnanteil zwischen 148.201.-- und CHF 315.000.-- = 0,5 %. Dies ist lediglich ein Solidaritätsbeitrag, d.h. das maximal versicherbare Einkommen bleibt bei CHF 148.200.--.

Selbständigerwerbende (Einzelfirma) können sich bei öffentlichen Kassen nicht versichern, somit
auch keine Beitragspflicht. Das heisst, wenn Selbständigerwerbende scheitern, können sie auch nicht Arbeitslosengelder beziehen! Als Alternative bleibt dann ev. nur noch der Weg zum Sozialamt oder den Weg zurück zur Anstellung. Im Gegensatz dazu müssen bei Kapitalgesellschaften wie AG und GmbH sogenannte Organe wie vollamtliche Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder und Geschäftsführer zwar die Beiträge bezahlen, es besteht aber keine Bezugsberechtigung für Arbeitslosengelder!

Bei Arbeitslosigkeit beträgt das Taggeld 70 % resp. 80 % des versicherten Verdienstes (von max. CHF 148.200.- pa. resp. 12.350.-/Mt.) d.h. monatliches Taggeld max. 8.645.-- resp. 9.880.-- brutto/Monat.
Der Taggeldanspruch beträgt für vorher Erwerbstätige 400 Taggelder oder 520 Taggelder, wenn min. 18 Beitragsmonate und 55-jährig. Beitragsbefreite 260 Taggelder innerhalb der zweijahrigen Rahmenfrist.

Bei der monatlichen Auszahlung werden Beiträge für die AHV/IV/EO, Nichtbetriebsunfallversicherung und BVG-Risikoversicherung abgezogen.

Für die Anmeldung wenden Sie sich an das zuständige RAV (Regionales Arbeitsvermittlungszentrum) und Arbeitslosenversicherungskasse/AHV-Ausgleichskasse. Anmelden sollte man sich zum Zeitpunkt der Kündigung des Arbeitsverhältnisses und nicht erst nach Austritt aus der Firma.

Unfreiwillige Frühpensionierung mit Einkommenseinbusse: Sie haben ebenfalls Taggeldanspruch! Wenden Sie sich ans RAV/Arbeitslosenkasse.

Insolvenzentschädigung: Wer erfolglos versucht hat, bei seinem zahlungsunfähigen Arbeitgeber für bereits geleistete Arbeit Lohnforderungen durchzusetzen, kann für die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses Insolvenzentschädigung beanspruchen. Entschädigungsansprüche sind innert 60 Tagen seit der Publikation des Konkurses, der Nachlassstundung oder einem richterlichen Konkursaufschub resp. dem Pfändungsvollzug bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons in dem die Arbeitgeberfirma Ihren Sitz hat, geltend zu machen. Die Auszahlung pro Monat beträgt max. 80 % des versicherten Verdienstes aber max. CHF 8.400.--/Monat.

Schlechtwetterentschädigung: Arbeitgeber bestimmter Branchen können bei Umsatzverlust/Arbeitsausfall, infolge dauernd schlechten Wetters, Schlechtwetterentschädig beantragen. Die Entschädigung kann bis zu 80 % der anrechenbaren Lohnkosten pro Arbeitnehmer betragen (max. von CHF 148.200.-- pa.).

Kurzarbeit: Arbeitgeber können bei ungenügender Geschäftslage/Arbeitsauslastung der Arbeitnehmer Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Voraussetzung dazu ist u.a. dass dieser "Lohnkostenersatz" der Verhütung von Entlassungen dient. Die maximale Leistungsdauer beträgt 18 Monate, Karenzfrist 1 Tag.

Ihr Treuhandservice
www.treuhand-service-zh.ch

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. Dezember 2015 um 10:37 Uhr
 
 
 
Design by guenstige.shop-stadt.de & windows 7 forum